Radfahrer, die Mariahilferstraße und andere Nervereien
Juli 13th, 2007 | Veröffentlicht in Alltag
Viele die in der nähe größerer Einkaufsstraßen leben kennen diese. Viele davon fahren auch mit dem Auto durch jene Straßen. Und viele wissen das diese meist enger sind als normale, es viel mehr Menschen gibt die nur so durch die Gegend laufen und das manche davon auch auf Fahrrädern unterwegs sind. Also kommt es oft zu folgender Situation: Der nette Autofahrer will eigentlich im normalen Tempo, Spritsparend über besagte Straße fahren und plötzlich steht im ein Hindernis in Form eines Radfahrers im Weg. Wäre eigentlich kein Problem wenn es doch nur nicht so eng wäre. Links bzw. Rechts kein Platz zum Ausweichen, bei Ausweichstellen kommen einem die Fußgänger in den Weg und sonst auch keine Möglichkeit des vorbeikommen (Fliegen geht leider noch nicht mit unseren Autos). Also was machen? Mit dem ersten oder zweiten Gang hinter dem Radfahrer hinterzuckeln bis er sich freundlicherweise die Straße verlässt und dies noch ohne irgendein Anzeichen oder einfach so lange drängeln bis er vom Rad fliegt?
Um wirklich ein wenig ehrlich zu sein ich verstehe die Radfahrer schon. In den Zeiten wo je der sich um die Umwelt und Feinstaubbelastung sorgen macht ist es ja eh gut das manche darauf schauen und mit dem Rad unterwegs sind. Aber dann bitte schaut doch ein wenig auf uns Autofahrer auch. Nicht nur das auf jeder kleinen Straße zu weit links gefahren wird. Nein, sie überholen auch ganz Links nur weil wir Autofahrer Rot haben und in der Kolonne warten. Auch ist es sehr mutig bei Rot über eine Kreuzung zu fahren ohne dabei wirklich auf den Verkehr zu achten, obwohl man auf der Strecke wie der Mariahilferstraße alle Ecken kennt. Was aber viele nicht wissen ist, dass auch Radfahrer ihren rosa Schein loswerden wenn sie sich nicht an Verkehrsregeln halten. Schließlich darf man auch nicht mit dem Auto einfach so drauf los fahren.
Das alles wäre ja kein Problem, aber da die vorhandenen Radwege ja nicht befahren werden nur weil man ja ein wenig länger an sein Ziel braucht, geht manchmal gar nichts mehr. Wenn sich das dann noch mit diversen Personen kombiniert die nur am Sonntag das Auto benützen braucht der normale “User” gar nicht mehr in seines einsteigen, da das nur eine Verschwendung von Benzin und Zeit wäre. Also was tun? Auf die U-Bahn umsteigen? Oder gar auf die eigenen zwei Beine? Hilft ja eh alles nichts, man steigt schlussendlich sowieso wieder ein. Autofahren macht eben abhängig.
Es gibt aber noch etwas was einen fast schon mehr aufregen kann als ein Radfahrer, dass sommerliche Baustellenchaos. Keiner weiß warum es gerade im Sommer so viele davon in Wien gibt. Man möchte ja schon meinen das manche nur zur Arbeitsbeschaffung dienen oder einfach nur existieren damit Autofahrer ein wenig langsamer fahren. Viele erklären es sich durch die Tatsache, dass im Sommer ja sowieso viele auf Urlaub sind und eh gar nicht in Wien sind. Für diejenigen die es dann doch sind wäre es eine wesentliche Entlastung wenn man sich ein wenig Gedanken über den Ort einer Baustelle machen würde und nicht einfach eine “eröffnet” wo es der lieben Magistratsabteilung passt. Interessant ist nur, dass hauptsächlich bei solchen die den Asphalt erneuern, es denen die darüber fahren nicht unbedingt vorkommt als sollte dieser erneuert werden. Bestes Beispiel dafür war die Restauration des Belages auf höhe des Naschmarktes. Für ganze vier Tage waren circa 30-40 Parkplätze verschwunden nur damit die Baufahrzeuge ihren Platz haben. Diese Zeitspanne kann eine normaler Mensch noch einigermaßen akzeptieren, aber bei anderen stehen die Halteverbotstafeln ja eine ganze Woche länger, nur weil sich einfach keiner für das Wegräumen interessiert.
Wien ist eben anders, genau wie Graz anders ist. Wir Daheimgebliebenen müssen uns halt im Sommer (und nur im Sommer) mit diesen “Problemen” fertig werden. Der Sommer ist halt nicht für alle, zumindest Zeitweiße, ein schöner Monat. Frustende.
