Leopard - kurz notiert
Oktober 15th, 2007 | Veröffentlicht in Moderne Technik
Seit langem Angekündigt. Seit kurzem erhältlich. Die neue Version des Mac OSX Betriebssystems aus dem Hause Apple. Steve Jobs hat es ja als das größte Update in der Geschichte von Apple bezeichnet. Wenn man allen Berichten glaubt so wurden über 300 Funktionen hinzugefügt, bearbeitet oder verbessert. Selbst seit kurzem Mac-User, bin ich natürlich dem Aufruf gefolgt und habe mich der Menge der Ich-will-es-am-ersten-Tag-haben Menschen angeschlossen und brav beim Apple-Dealer eines gekauft. (Anmerkung: Ohne reservieren hätte ich nicht einmal mehr eines bekommen, obwohl ich nur eine Stunde nachdem sie aufgesperrt hatten dort war.)
Installation
Läuft wie bei Windows. DVD rein, Installer starten und warten bis er fertig ist. Dies dauert in der Regel ca. 45-60min kommt aber darauf an ob man Aktualisiert oder neue Installiert. Beim Aktualisieren behält man zwar seine Dateien und Ordner muss aber damit Rechnen das noch “Dateileichen” übrig bleiben. Mit wenig Aufwand und einer externen Festplatte ist es aber sehr einfach seinen Mac komplett zu installieren.
Nachdem alles fertig ist, bekommt man sein gewohntes Anmeldefenster, dass ist nun ein wenig schmäler, aber präsentiert sich sonst wie immer und man kann sofort durchstarten.
Die Oberfläche, kurz GUI
Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht sehr viel anders wirkt als die Oberfläche in Tiger, so hat sie doch ein paar neue Spielereien bekommen die sie besser aussehen lässt als zuvor. Apfelleiste und Dock sind nun halbtransparent und man sieht das Hintergrundbild leicht durchschimmern. Die Symbole auf der Dockleiste werden nun auf den Boden gespiegelt was sehr Cool aussieht, aber manche schon auf die Palme gebracht hat, denn ausschalten lässt sich das nicht.
Dock
Leopard kann nun auch so genannte Ordner auf dem Dock darstellen. Diese sind einfach virtuelle Ebenbilder deren Originale. Standardgemäß werden Dokumente und Downloads auf dem Dock angezeigt. Downloads? Ja Downloads. Ist ein weiters Feature, (oder Ordner) indem alle heruntergeladenen Datein von den Mac eigenen Programmen speichert. Wer schlau ist konfiguriert Firefox oder Camino auch auf diesen Ordner. Die Anzeige in einem Fächer oder Gitter übernimmt das System automatisch. Die Kontrollfernatiker unter uns können dies aber auch manuell einstellen.
Finder
Eine neue Seitenleiste und die Möglichkeit Cover Flow bei Dateien anzuwenden sind die beiden Neuerungen beim Finder. Die Leiste bietet nun noch mehr Spielereien um leichter an seine Dateien zu kommen. Vordefinierte Suchabfragen und schnellere Netzwerkfunktionen zum Dateitransfer sind nur eine Auswahl dessen.
Neben Time Machine ist die neue Vorschaufunktion im Finder, die beim betätigen der Leertaste eine Vorschau auf die ausgewählte Datei bietet. Egal ob einen Text, ein Bild, eine Präsentation oder ein Video, mann muss kein Programm dafür installiert haben.
Spotlight
Nicht viel anders als vorher nur sehr viel schneller. Die Wartezeit bis zu einem Suchergebnis ist minimal, minimaler geht es nicht. Zusätzlich indiziert er nun externe Speichermedien, sucht im Internet, kann Rechnen und bietet eine Definition des Suchbegriffes aus dem Lexikon an.
Spaces
Organisiert war man auf einem Mac immer schon, aber nun kann man noch es noch besser. Mit Spaces hat man wie bei Linux mehrere Oberflächen wo man seine Fenster lagern kann um so nicht alles auf einer zu haben. Die Menge an “Arbeitsplätzen” kann man dabei frei wählen um für die Ordnungsliebhaber auch ja genug Platz zu schaffen.
Time Machine
Ein faszinierende Möglichkeit seine Daten zu sichern. Wer eine externe Festplatte hat kann diese einfach anschließen und loslegen. Auf Partitionen oder interne Festplatten kann man leider nicht sichern Das ist aber logisch, wenn diese eingehen hilft eine Partition auch wenig. Ist alles eingerichtet, speichert Leopard automatisch jede Änderung auf die Platte, solange sie auch angeschlossen ist.
Geschwindigkeit
Nach meinem befinden hat sich die Geschwindigkeit ein wenig verbessert. Das Ritual des von 21 bis 23 zählen beim Klick auf die Airportschaltfläche gehört nun der Vergangenheit an, denn sie reagiert endlich sofort. Auch so manche komplexe Menuführung oder Software wurde verbessert.
Was fehlt? Was geht nicht?
Interessant war, dass nach dem installieren iWork8 nicht installiert war. Dies beinhaltet auch iPhoto, Text- und Tabellenverarbeitung. War iPhoto bei Tiger noch dabei, so muss man es jetzt im Paket dazu kaufen. Am besten ist aber, dass so manche Programme den Start verweigern, darunter auch Aperture. Kurz nach Klick auf das Symbol meldet Leopard es es unerwartet beendet wurde. Hoffentlich findet sich da bald eine Lösung.
Ich persönlich habe mich auf die neue OSX Version gefreut, da ich selbst noch nicht sehr lange Mac-User bin. Natürlich komme ich zwar ohne dem Windowskollegen nicht aus, aber als Mobiles Arbeitstier war er definitiv sein Geld wert.
