Der Pagerankkrieg
Dezember 3rd, 2007 | Veröffentlicht in Internet & Blogs | 2 Kommentare
In den letzten Tagen habe ich mich öfters gewundert warum denn meine Seite immer weniger von neuen Leuten besucht wurde. Ich war bei Google registriert, hatte ein Technorati-Konto und auch Yahoo fing an mir ein paar Besucher zu schicken. Doch in den letzten Wochen nahm dies, speziell im Bezug auf Google stark ab. Anfangs dachte ich mir noch nichts dabei, da mein letzter Beitrag schon eine weile zurücklag und nahm an das es einfach nur daran lag. Letzte Woche aber, beim Überprüfen meines Pagerank wurde mir es dann schlagartig klar - Google hatte mich auf Pagerank Null zurückgesetzt. Eigentlich konnte das nur ein Fehler sein dachte ich, doch nicht nur ich sondern auch 3th.be, eine Seite mit einem weitaus höheren Rang und viel regelmäßigeren Posts wurde ohne Begründung abgewertet. Ein Skandal sondergleichen.
Warum das ganze passiert wurde mir erst nach einem E-Mail von der Seite trigami klar. Diese Seite vermittelt Bloggern, bezahlte Rezensionen und erklärte mit diesem E-Mail den Grund für den Aufschrei in deren Bloggemeinde, der sichtlich an mir vorüberging.
Linkproblem
Da Google die Qualität einer Seite an der Anzahl der Links die auf diese Seite verlinken misst, ist es verboten solche Links zu verkaufen oder kaufen, da dies eine Manipulation der Rangfolge bei den Suchergebnissen hervorruft. Weiters ist dies auch ein verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster, an die man sich genau zu halten hat, wenn man bei Google beliebt bleiben möchte. Um dem Abhilfe zu schaffen, sollte jeder bezahlte Link auf einer Webseite mit dem “nofollow”-Attribut versehen werden, damit der Indizierungsdienst diesen nicht weiter beachtet.
Trigami selbst trifft dabei nur wenig schuld, aber jeder der Rezensionen geschrieben hat oder noch schreibt sollte, um wirklich sicher zu gehen das Google ihn neu einstuft, bei allen Links “nofollow”-Attribute hinzufügen. Die Betreiber haben sich in ihrem Blog schon zu Wort gemeldet und die Problematik aus ihrer Seite noch mal dargelegt. Am Ende bittet man auch noch den Link zu der Neuüberprüfung bei Google an, denn man auf jeden Fall benutzen sollte nachdem man seine Rezensionen entsprechend korrigiert hat.
Wer darüber hinaus noch mehr machen will, kann auf jede Seite die solche Links anbietet oder verkauft bei Google melden. Wie das geht kann findet man hier, nebst ein paar netten Fragen an Google, gut erklärt.
Fazit
Ich bin in meiner Meinung leider ein wenig gespalten. Einerseits ist es Gut, dass man gegen diese illegalen Linkpiraten etwas unternimmt, auf der anderen Seite aber bin ich ein wenig sauer, dass mein Pagerank so radikal verändert wurde. Viele - mich eingeschlossen - haben sich da wohl gedacht, Google kontrolliert das doch eh nie - Denkste!? Bei mir ist das Problem nicht so groß, da ich bis jetzt nur eine einzige Rezension geschrieben habe, doch für viele ist das ein kleiner Weltuntergang. Wer sich also ausweinen möchte, kann das gerne bei den Kommentaren tun, Trostspendung Mitinbegriffen.

Dezember 4th, 2007at 00:10(#)
1. Der Pagerank hat nichts damit zu tun, ob man bei Google indiziert ist oder nicht. Man kann einen PR von 0 haben und trotzdem Traffic von Google bekommen, umgekehrt kann man mit einem PR von 10 keinen Traffic von Google bekommen.
2. Das Mail von Trigami habe ich auch bekommen. Fein, dass die Herrschaften jetzt, nach Abstufung, reagieren.
3. Was die Neuüberprüfung bei Google angeht, so ist das aber mit einem Problem verbunden, denn: Wer dort seine Seite angibt, gibt automatisch auch gleichzeitig zu, dass sie oder er Links verkauft oder inhaltlich nicht relevante Links verwendet hat (oder anderwertig gegen die Richtlinien verstoßen hat), was ja nicht unbedingt stimmen muss. Wenn ich auf meiner Seite eine Blogroll anbiete und ein paar Freunde und Bekannte da hineintue, dann verstoße ich gegen keine Regelung, gebe ich meine Seite da aber an, so wirkt es aber, als ob ich das hätte!
4. Was das Seitenmelden angeht, so ist das ein Denunziationswerkzeug sondergleichen. Zum Glück wird aber der Absender ebenso geprüft wie derjenige, der angeklagt wird…
Dezember 4th, 2007at 10:40(#)
1. Danke für den Hinweis. Habe ich schon entsprechend korrigiert.
2. Ganz deiner Meinung, voll und ganz.
3. Leider wahr, aber gibt es denn eine Alternative? Oder Überprüft Google die eigene Seite nach geraumer Zeit wieder?
PS: Du musst Qualen erlitten haben als du das geschrieben hast. Ich komme gerade drauf, dass das Kommentarfeld viel zu wenig Platz bietet um einen längeren Text zu schreiben.